"An der solltest du dich nicht messen."
Ja klar, man solle sich ja nicht nach oben orientieren, und nicht mit Leuten vergleichen, die besser seien und mehr erreicht hatten und erreichen würden, weil sie einfach mehr dafür taten und auch, ganz klar, die besseren Beziehungen hatten, also mit denen solle man sich ja auch nicht vergleichen, sondern eher so mit den Leuten, die auf der gleichen Stufe stehen wie man selbst. Und auch, auf gar keinen Fall, dass wissen ja sogar Frauenzeitschriften, die man nicht liest und von denen man auch gar nichts hält, aber manchmal, wenn man dann doch wieder ein Mal im halben Jahr zum Frisör geht, weil da eine Beziehung in die Brüche gegangen ist, oder weil man halt einfach so das Gefühl hat, dass man sich mal wieder was Gutes tun könne, und das kann man auch, als vollkommen emanzipierte Frau natürlich, mit einem Frisörbesuch, also da bekommt man dann doch mal eine dieser Frauenzeitschriften in die Hände, weil man will ja auch wissen, was die anderen Frauen so bewegt, und danach klappt man die Zeitschrift natürlich mit einem Kopfschütteln zu, um mal wieder festzustellen, in welch seltsamer Welt man ja eigentlich lebt, also sogar da steht drin, dass man sich nicht mit den Leuten weiter oben vergleichen sollte, und auf gar keinen Fall, ja das betonen sie ganz besonders, also auf gar keinen Fall mit denen, die besser aussehen. Weil das wäre nicht förderlich fürs Glück, und das ist ja das eigentliche Ziel von jedem und jeder - ja, da muss man schon mal aufs Gendern bestehen, man hat ja auch was gelernt durch den Feminismus, auch wenn der etwas übertrieben war, aber die Gleichberechtigung ist natürlich schon eine gute Sache. Also die Frauen, die vor allem, die schauen ja auch gar nicht besser aus, sondern nur durchschnittlicher, symmetrischer und so, und so was empfindet nun mal der Durchschnittsmensch als ganz gut aussehend, aber interessant schauen die nicht aus, und jeder Mensch empfindet ja sowieso was anderes als schön.
Es schlummert nur. Hat sich zurückgezogen, tief in die hinterste Ecke. Vielleicht ruht es sich für den nächsten Angriff aus. Vielleicht ist es aber auch träge geworden, träge und alt. Manchmal erinnert es sich noch voll Stolz an seine Erfolge. Wie ein ehemaliger Sportler blättert es dann in Fotoalben, nimmt jede einzelne Medaille in die Hand, streicht sanft über die Oberfläche und legt sie wieder zurück.
Er sagte sei vorbereitet, du weißt nicht, was ich tun werde. Ich höre, sei vorbereitet, du weiß nicht, ob es zurückkehren wird. Ja, sei vorbereitet, rechne damit. Solange du damit rechnest, wird es vielleicht in seiner Ecke bleiben.
Die Interviews des elektrischen Reporters Mario Sixtus gehört seit langem zu meinen liebsten Infohäppchen zum Thema Internet und Gesellschaft. Die hier gezeigte, aktuellste Folge 49 führt zu den Wurzeln zurück mit einem Gespräch mit Clay Shirky über die gesellschaftlichen Veränderungen durch das Internet. Auch wenn die Untertitel anscheinend sehr schnell erstellt worden sind und vor Fehlern überlaufen (aber stört das Nicht-Germanistik-Studenten überhaupt?), bleibt das Interview sehr interessant. "Now we can do big things out of love."
Stefahn (Zurück): Der Link ist ja nicht klic… manumiu (Zurück): Nein, das hab ich in irgen… Stefahn (Zurück): Hast du das Video auf dem … Stefahn (England 2: Liverp…): Seid ihr einem Gallagher ü… Stefahn (Scotland: Edinbur…): Zu deiner Moral passender … moz (Scotland: Edinbur…): hey ihr zwei, euer urlaub … Simon (England 1: Karlsr…): @fiji: Du spinnst wohl! De… Flo (): Zufriedenheit – das kann a… manumiu (): Das ist ein Horrorszenario… Yvonne (): Zufriedenheit- damit zufri…